Zum Inhalt springen

Budget-Methoden im Vergleich: 50/30/20, Kuverts, Nullbudget, Kakeibo

Fünf bekannte Budget-Methoden kurz erklärt: wie sie funktionieren, für wen sie passen und wie sie sich mit Schweizer Fixkosten vertragen.

Aktualisiert: 10. Oktober 2026

Welche Methode passt zu dir?

Jede Budget-Methode beantwortet dieselbe Frage: Wie verteile ich mein Einkommen, bevor es weg ist? Sie unterscheiden sich darin, wie genau du planst und wie viel Zeit du investierst. Wichtiger als die Wahl der Methode ist, dass du eine durchhältst.

MethodePrinzipAufwandPasst für
50/30/20Drei Töpfe: Bedürfnisse, Wünsche, SparenKleinEinsteiger
Kuvert-MethodeFester Betrag pro Kategorie, ist er weg, ist er wegMittelWer bei variablen Ausgaben überzieht
NullbudgetJeder Franken bekommt eine AufgabeGrossWer jeden Posten steuern will
KakeiboHaushaltsbuch von Hand mit MonatsrückblickMittelWer bewusster ausgeben will
Zuerst sparenSparbetrag am Zahltag weg, Rest freiKleinWer sparen will, ohne alles zu planen

50/30/20 und die Schweizer Realität

Die 50/30/20-Regel stammt aus den USA: die Hälfte für Bedürfnisse, 30 Prozent für Wünsche, 20 Prozent zum Sparen. In der Schweiz sprengen Miete, Krankenkasse und Steuern die 50 Prozent oft. Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt höchstens 25 Prozent des Nettoeinkommens fürs Wohnen. Wenn deine Fixkosten über der Hälfte liegen, ist das kein Versagen der Methode, sondern ein Hinweis, wo du ansetzen kannst: Franchise, Wohnung, Abos.

Kuverts, Nullbudget und Kakeibo

  • Kuvert-Methode: Du legst für Lebensmittel, Freizeit oder Kleider einen Monatsbetrag fest. Früher als Bargeld in Kuverts, heute oft als Unterkonten. Sie wirkt gut gegen schleichende Mehrausgaben.
  • Nullbudget: Einnahmen minus geplante Ausgaben und Sparen ergibt null. Sehr genau, aber zeitintensiv; die Methode von YNAB.
  • Kakeibo: Ein japanisches Haushaltsbuch von 1904: Du schreibst Ausgaben von Hand in vier Kategorien und ziehst Ende Monat Bilanz, was du ändern willst.

Zuerst sparen und Prognose

Am einfachsten durchzuhalten ist oft: am Zahltag einen festen Betrag weglegen (Säule 3a, Sparkonto, Steuerreserve) und mit dem Rest leben. Damit das funktioniert, musst du wissen, was bis Ende Monat noch kommt: Miete, Prämien, Rechnungen mit Fälligkeit. Eine Prognose bis Ende Monat verbindet die Methoden: Sie zeigt, wie viel nach allen geplanten Zahlungen wirklich frei ist.

Quellen

Verwandte Seiten

Wisse, wie viel dir Ende Monat bleibt

Funktioniert ohne deine Bank: Wir fragen nie nach deinen Bank-Passwörtern.

Gratis starten