Sandra und Marco sind ein Beispiel, keine echten Kunden. Die Steuerbeträge stammen aus der Steuerbelastungsstatistik 2026 der ESTV für die Stadt Zürich (ohne Kirchensteuer), die Haushaltszahlen sind gerundet.
Sandra und Marco wohnen in Zürich, sind verheiratet, haben keine Kinder und verdienen zusammen CHF 130'000 brutto im Jahr. Jeden Monat geht ihr Lohn ein, Miete, Krankenkasse und Abos gehen ab, und am Monatsende bleibt etwas übrig. Bis im Frühling die Steuerrechnung kommt.
Das Problem: eine Rechnung, die man vergisst
Wer in der Schweiz nicht quellenbesteuert ist, zahlt die Steuern selbst: als Rechnung oder in Raten, oft erst Monate nach dem Jahr, für das sie gelten. Für Sandra und Marco sind das laut ESTV-Statistik rund CHF 13'622 im Jahr. Weil kein Monat diesen Betrag zeigt, fühlt sich jeder Monat grosszügiger an, als er ist. Im ersten gemeinsamen Jahr haben sie die Rechnung aus dem Ersparten bezahlt, und das Ersparte war danach weg.
Die Lösung: jeden Monat ein Zwölftel
CHF 13'622 geteilt durch 12 sind CHF 1'135 im Monat. Sie runden auf CHF 1'150 auf, weil Lohnerhöhungen die Steuer auch erhöhen, und legen den Betrag am Zahltag auf ein separates Konto. Dieses Konto zählt nicht zu dem, was sie ausgeben können.
- Was sich ändert: Ihr Monatsende ist CHF 1'150 tiefer, und das ist die ehrliche Zahl. Was danach übrig bleibt, gehört wirklich ihnen.
- Wenn die Rechnung kommt: Sie bezahlen sie vom Steuerkonto. Kein Griff ins Ersparte, kein Ratenplan mit Verzugszins.
- Zu viel gespart? Der Rest bleibt für die nächste Rechnung, oder er geht in die Säule 3a, die die Steuer im nächsten Jahr senkt.
Warum es funktioniert
Nicht der Betrag ist schwierig, sondern dass er unsichtbar ist. Sobald die Steuer jeden Monat als feste Ausgabe erscheint wie die Miete, plant man automatisch damit. Darum hilft es mehr, die Reserve in den Monatsplan zu nehmen, als sich vorzunehmen, "dann halt mehr zu sparen".
So machst du es selbst
- Rechne deine Jahressteuer aus: mit der letzten Rechnung oder mit dem Steuerrechner für alle Kantone.
- Teil sie durch die Monate bis zur Fälligkeit, mit dem Rechner für die Steuerreserve.
- Trag den Betrag in Xpenses als Steuerreserve ein: gratis als monatliche Ausgabe, mit Pro als Konto, das nicht zum Total zählt, mit monatlicher Überweisung und der Rechnung im Monat, in dem sie fällig ist.
Dann zeigt dir Xpenses jeden Monat, was nach Steuern wirklich übrig bleibt.